Wer für sein Unternehmen ein Reinigungsangebot einholt, stößt schnell auf sehr unterschiedliche Zahlen. Die Büroreinigung Kosten hängen von Fläche, Reinigungsintervall, Ausstattung und Region ab – pauschale Preislisten gibt es deshalb selten. Marktüblich sind 2026 in Deutschland etwa 0,50 bis 3,00 € pro m² und Reinigungseinsatz bei der Unterhaltsreinigung sowie 25 bis 45 € pro Stunde beim Dienstleister.
Dieser Ratgeber zeigt, wie sich diese Spannen zusammensetzen, warum ein häufigerer Turnus den Einzelpreis senkt, wo bei Eigenreinigung versteckte Kosten lauern und wie eine realistische Beispielrechnung für ein 300-m²-Büro aussieht. Alle Zahlen sind marktübliche Richtwerte (Stand 2026) und variieren regional – in der Region Stuttgart liegen die Preise wegen des Lohnniveaus tendenziell im mittleren bis oberen Bereich.
Büroreinigung Kosten pro m²: marktübliche Spannen 2026
Der Quadratmeterpreis ist die gängigste Kalkulationsbasis für regelmäßige Büroreinigung. Für die Unterhaltsreinigung – also Böden, Schreibtische, Papierkörbe, Sanitärräume und Teeküche – bewegen sich die Preise 2026 meist zwischen 0,50 und 3,00 € pro m² und Einsatz. Kleine, verwinkelte Büros mit vielen Einzelräumen liegen am oberen Rand, große offene Flächen ab etwa 100 m² profitieren von Skaleneffekten und rutschen deutlich unter 1 € pro m².
Für Sonderleistungen gelten eigene Sätze: Eine einmalige Grundreinigung kostet marktüblich etwa 3,00 bis 5,50 € pro m², die Glas- und Fensterreinigung je nach Zugänglichkeit rund 2 bis 5 € pro m² Glasfläche. Sanitärbereiche brauchen etwa den dreifachen Zeitaufwand pro m² gegenüber offener Bürofläche – ein Büro mit vielen WCs und Küchen ist daher teurer als die reine Quadratmeterzahl vermuten lässt.
- Unterhaltsreinigung: ca. 0,50–3,00 € pro m² und Einsatz
- Grundreinigung (einmalig): ca. 3,00–5,50 € pro m²
- Glas- und Fensterreinigung: ca. 2–5 € pro m² Glasfläche
- Sanitär- und Küchenbereiche: deutlich höherer Zeitfaktor als Bürofläche
Stundensätze: Warum unter 28 € kaum seriös kalkuliert werden kann
Rechnet der Dienstleister nach Zeit ab, liegen die Stundenverrechnungssätze 2026 marktüblich zwischen 25 und 45 €. Der Grund für die Untergrenze ist der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn im Gebäudereiniger-Handwerk: Seit dem 1. Januar 2026 gelten 15,00 € pro Stunde in der Innen- und Unterhaltsreinigung (Lohngruppe 1) und 18,40 € in der Glas- und Fassadenreinigung (Lohngruppe 6) – verbindlich für alle Betriebe der Branche.
Auf den Bruttolohn kommen Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Anfahrt, Maschinen, Reinigungsmittel, Versicherung und Verwaltung. Branchenkenner rechnen vor, dass sich Angebote unter etwa 28 € pro Stunde 2026 rechnerisch kaum seriös darstellen lassen. Auffallend billige Angebote gehen daher fast immer zu Lasten der Reinigungszeit pro Einsatz – oder der Legalität der Beschäftigung, wofür Auftraggeber unter Umständen mithaften.
Der Turnus entscheidet: Wie das Intervall den Preis beeinflusst
Auf den ersten Blick wirkt seltenere Reinigung günstiger. Pro Einsatz gilt aber das Gegenteil: Wird täglich gereinigt, ist der Verschmutzungsgrad gering und die Kraft arbeitet schneller – der Preis pro Einsatz sinkt. Bei nur einem Termin pro Woche muss dagegen jedes Mal gründlicher gearbeitet werden, was den Einzelpreis um 20 bis 30 Prozent erhöhen kann.
Für die Monatskosten zählt die Gesamtrechnung: Zeitbedarf pro Einsatz mal Stundensatz mal Einsätze pro Monat. Für viele Büros mit 10 bis 30 Arbeitsplätzen ist ein Rhythmus von zwei bis drei Einsätzen pro Woche der wirtschaftliche Mittelweg – Sanitärräume und Küche häufiger, selten genutzte Besprechungsräume seltener. Ein guter Dienstleister trennt diese Zonen im Leistungsverzeichnis, statt die gesamte Fläche im gleichen Takt zu reinigen.
Eigenreinigung vs. Dienstleister: die versteckten Kosten
Eine eigene Reinigungskraft anzustellen wirkt zunächst günstig – 15 € Stundenlohn gegen 30 € Verrechnungssatz. Diese Rechnung unterschlägt jedoch die Arbeitgeberkosten: Sozialversicherung, bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Ausfallzeiten machen aus dem Bruttolohn schnell reale Kosten von 25 € und mehr pro produktiver Stunde. Hinzu kommen Reinigungsmittel und Verbrauchsmaterial (grob 150–250 € monatlich bei größeren Objekten), Anschaffung und Wartung von Maschinen sowie der Managementaufwand für Einarbeitung, Qualitätskontrolle und Vertretung bei Krankheit oder Kündigung.
Der Dienstleister kalkuliert diese Posten in seinen Stundensatz ein und trägt das Vertretungsrisiko selbst: Fällt eine Kraft aus, stellt er Ersatz, ohne dass das Büro schmutzig bleibt. Dazu kommen Betriebshaftpflicht, geschultes Personal und professionelle Technik. In vielen Vergleichsrechnungen ist die Fremdvergabe deshalb nicht nur bequemer, sondern unterm Strich sogar günstiger als die Eigenlösung – vor allem, wenn bislang qualifizierte Mitarbeiter nebenbei putzen und dafür ihre eigentliche Arbeit liegen lassen.
Beispielrechnung: 300-m²-Büro in der Region Stuttgart
Angenommen wird ein Büro mit 300 m², rund 20 Arbeitsplätzen, zwei Sanitärbereichen und einer Küche. Bei drei Einsätzen pro Woche (13 pro Monat) und einem marktüblichen Quadratmeterpreis von rund 0,60 bis 0,90 € pro Einsatz ergeben sich etwa 180 bis 270 € pro Einsatz – also grob 750 bis 1.200 € netto im Monat. Diese Spanne deckt sich mit veröffentlichten Richtwerten für Büros dieser Größe bei dreimal wöchentlicher Reinigung.
In der Stundenlogik gerechnet: Für 300 m² gemischte Bürofläche sind pro Einsatz etwa 2 bis 3 Stunden realistisch. Bei 30 bis 35 € Stundensatz und 13 Einsätzen landet man in derselben Größenordnung. Dazu kommen als Einmal- oder Jahresposten die Grundreinigung (bei 300 m² etwa 900 bis 1.650 €) und die Fensterreinigung nach Glasfläche. Wichtig: Das sind Richtwerte, kein Angebot – der tatsächliche Preis hängt von Bodenbelägen, Möblierungsdichte und Zugänglichkeit ab. Andonov Cooperation kalkuliert solche Objekte in der Region Stuttgart und Sindelfingen nach kostenloser Besichtigung und erstellt das Angebot innerhalb von 24 Stunden.
Versteckte Kosten im Angebot erkennen und gezielt sparen
Beim Angebotsvergleich lohnt der Blick ins Kleingedruckte: Sind Verbrauchsmaterialien wie Müllbeutel, Seife und Papierhandtücher enthalten oder werden sie separat berechnet? Fallen Anfahrtspauschalen an? Ist die Fensterreinigung Teil des Vertrags oder Zusatzleistung? Wie lang sind Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist? Und ist der ausgewiesene Preis netto oder brutto – bei Gewerbeflächen wird fast immer netto plus 19 % Umsatzsteuer angeboten. Seriöse Anbieter legen ein Leistungsverzeichnis vor, das Flächen, Intervalle und Leistungen einzeln ausweist.
Sparen lässt sich ohne Qualitätsverlust vor allem über die Struktur des Auftrags: Intervalle nach Nutzung staffeln statt alles täglich reinigen, mehrere Leistungen wie Reinigung, Glasreinigung und Hausmeisterservice bei einem Anbieter bündeln, Clean-Desk-Regeln einführen (freie Schreibtische lassen sich deutlich schneller wischen) und Verträge mit längerer Laufzeit gegen bessere Konditionen verhandeln. Am wichtigsten bleibt der Vergleich von zwei bis drei Angeboten auf Basis derselben Leistungsbeschreibung – nur so sind die Preise wirklich vergleichbar.
- Leistungsverzeichnis mit Flächen und Intervallen verlangen
- Netto- oder Bruttopreis klären, Anfahrt und Verbrauchsmaterial prüfen
- Intervalle nach Zonen staffeln: Sanitär häufig, Archiv selten
- Leistungen bündeln: Reinigung, Glas, Winterdienst, Hausmeisterservice aus einer Hand
- Zwei bis drei Angebote mit identischer Leistungsbeschreibung vergleichen
- Vorsicht bei Stundensätzen deutlich unter 28 € – meist zu Lasten der Reinigungszeit

Fachlich geprüft von Panco Andonov
Über 25 Jahre Facility-Praxis, Geschäftsführer der Andonov Cooperation (Familienbetrieb in zweiter Generation seit 2001). Mehr über uns
Sie möchten das nicht selbst organisieren?
Andonov Cooperation übernimmt das in Sindelfingen und der Region Stuttgart — kostenlose Besichtigung, Festpreis-Angebot in 24 Stunden.